Über die Privacy Week Berlin

Vom 26.9. – 03.10.2018 veranstaltete ein Zusammenschluss von Partnern aus Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Tech-Community zum ersten Mal eine Szene- und Branchenübergreifende Veranstaltungswoche mit Angeboten aus verschiedensten Bereichen des Privatsphäreschutzes in Berlin. Angelehnt an die ebenfalls jährlich stattfindende Konferenz „PrivacyWeek“ des C3W (Chaos Computer Club) in Wien soll durch die Vernetzung eine größere Aufmerksamkeit für dieses Thema erzeugt werden, wobei die Privacy Week Berlin dezentraler angelegt ist.

Mit einem bunten Programm von Vorträgen, Workshops, Bar Camps, Crypto-Parties, Filmen, Kunst- und Protestaktionen, Demos und Podiumsdiskussionen, an Orten über ganz Berlin verteilt, nahmen wir das Thema auf. Das Programm verbindet Institutionen, Aktionsgruppen und Einzelakteure und eröffnet die Möglichkeit eigene Formate einzubringen. Ob in selbst- oder von uns mitorganisierten Veranstaltungsräumen, die Privacy Week Berlin bietet einen Rahmen zur Ausrichtung eigener (möglichst kostenfreier) Angebote, um über das Thema „Privatheit“ zu informieren und dabei zur Beantwortung der Fragen beizutragen, die in diesem Zusammenhang für uns als Individuen und in der Gesellschaft immer wichtiger werden.

Das „Recht auf Privatsphäre“ ist ein Menschenrecht. Angesichts der momentanen gesellschaftlichen Entwicklungen in Deutschland und weltweit soll mit der Privacy Week Berlin ein gemeinsames Zeichen gegen den Abbau unserer demokratischen Grundrechte und den Rechtsdrift in Teilen der Gesellschaft gesetzt werden.

Heutzutage ist es schwer keine Spuren in der digitalen Welt zu hinterlassen. Technologische Errungenschaften vernetzen unser digitales Leben immer elaborierter und generieren mehr und mehr Daten über uns. Diese haben in unserem Leben sowohl private und gesellschaftliche Auswirkungen auf unsere Zukunft als auch auf kommende Generationen.